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Im alten Ägypten und bei den semitischen Völkern Vorderasiens war der Gebrauch von Pfeil und Bogen bereits weit verbreitet. Von Vorderasien
ausgehend verbreitete sich der Umgang mit Pfeil und Bogen im gesamten Mittelmeerraum. Hervorragende Bogenschützen waren vor allem die Kreter, die Perser und die Skyten.
In den verschiedenen Kulturen wurde
das Schießen mit Pfeil und Bogen recht unterschiedlich gewertet. Bei den Griechen zum Beispiel galt es als „feige und knabenhaft“, in Ostasien und im Orient hingegen als „königlich“.
Die Erfindung
von Pfeil und Bogen war in der Entwicklung der Menschheit ein wesentlicher Fortschritt. Erstmals hatte man eine Distanzwaffe zur Verfügung, die es ermöglichte, präziser, risikoloser und auf größere Distanzen
hinweg zu jagen.
Als Kriegswaffe erreichte der Bogen im Mittelalter seinen Höhepunkt. Hervorzuheben sind hier vor allem die englischen Langbogenschützen und die Reitervölker des Ostens, die hoch zu Pferde
mit ihren Bögen in die Schlacht zogen.
Erst mit dem Auftreten der Feuerwaffen am Ausgang des Mittelalters wurde der Bogen als Kriegswaffe verdrängt.
Kurzfristig verschwand dann der Bogen von der
Bildfläche, bis er zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine sowohl jagdliche, als auch sportliche Renaissance erlebte.
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